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10 Alltagsmomente, die du auf deinen Familienfotos haben solltest

von | Mai 4, 2020 | Familie, Familienfotografie

Wir hören es überall, wir lesen es in fast jedem Instagram Post: “Die Kinder werden so schnell so groß!” “Genieße die Zeit!” “Die Nächte sind lang, aber die Jahre so kurz!”. 

Wenn ich sowas lese, rollen meine Augen automatisch und ich denke oft “Ah, give me a break!” 

Unser Kleiner ist zweieinhalb Jahre alt und eigentlich stimmt alles, was oben geschrieben ist. 

“Wo ist mein zartes Frühchen, das Tag und  Nacht getragen sein (werden) wollte?”, denke ich, während Noah wie einen Panzer auf meinen Bauch springt. Und genau in dieser Sehnsucht nach der Babyzeit finde ich Trost in unseren Familienalben

Als Familienfotografin, und Mama, möchte ich in meinen Fotobüchern nicht nur Urlaubsfotos, sondern Bilder, auf denen ich mein Kind, mein Baby, wiedererkennen kann, haben. Was haben wir damals gemacht? Wie war unser Tag? Welche waren die besten und die anstrengendsten Alltagsmomente? Als Eltern musst du selbst entscheiden, welche die Momente und die Rituale sind, die oft bei deiner Familie vorkommen und was du gerne für die Ewigkeit festhalten möchtest.

Ich mache mir ab und zu Gedanken darüber, welche  Momentaufnahmen ich festhalten möchte. Mit meiner Kamera oder durch Fotoshootings von anderen Fotografen.

Als Familienfotografin habe ich hunderte von Familien fotografiert und tausende von Situationen gesehen, die auch Inspiration für mich gewesen sind.

Also, falls du ein paar Impulse brauchst, findest du hier meine Lieblingssituationen und -motive.

Stillen / Flasche geben

Dies ist einer der intimsten Momente zum Fotografieren.

Normalerweise sind zwei davon ein Must-have.

Fotografiere von einem anderen Raum aus. Wenn eine Mutter stillt, brauchen sie und das Baby manchmal ein paar Minuten für sich selbst, bevor sie jemanden reinlassen. Während sie sich irgendwo hinsetzt, verlasse ich den Raum und lasse ihnen etwas Platz. Das erlaubt mir, ein stiller Beobachter) zu sein und ein Foto zu machen, das von Intimität und Bindung zeugt.

Von oben. Dies ist mein „klassisches“ Foto (einmal sagte eine Mama, nachdem sie ihr Foto gesehen hatte: „Ich liebe es, das ist so Chiara.“ 😂)

Hier wollen wir nicht zu viele Fotos machen, denn wenn das Baby älter ist, wird es mit jedem Kameraklick abgelenkt und nicht mehr trinken. Deshalb komponiere ich das Foto, warte auf den richtigen Moment und drücke ab.

Es kommt mir vor, als ob ich gestern stundenlang mein Baby in der Trage geschaukelt hätte.

Für mich war es die Art und Weise, ihn in meiner Nähe zu halten und gleichzeitig in der Lage zu sein, einige Dinge zu tun. Ich habe ihn die ersten anderthalb Jahre getragen, und ich liebe die Fotos, auf denen er so winzig klein und in das Tuch gequetscht ist. 

Viele Eltern nutzen das Tragetuch, um ein weinendes Baby zu beruhigen und nach einigen Minuten ist das Baby „magisch” still. Hier ist es wirklich schön, das Vorher und Nachher zu fotografieren.

Die erschöpften Eltern mit ihrem Baby

Es ist nicht einfach, diese Fotos zu machen, denn die meisten Menschen wollen sich nicht erschöpft zeigen. Aber wenn wir selbst die Eltern sind (oder der Fotograf, der das Vertrauen der Familie gewonnen hat), können wir es schaffen. Wenn wir eine klassische Szene sehen (z.B. Papa oder Mama schläft mit dem Baby auf dem Sofa), dann lass uns das Foto machen! Am besten funktioniert es, wenn wir die Kamera immer in der Nähe haben.

Weinen. Sorry, aber welcher echte Alltag käme ohne Babyschreien aus?

Wenn ein Kind weint, bin ich mir in den ersten Sekunden nicht sicher, was ich tun soll. Normalerweise lautet meine „Regel“: Wenn die Eltern da sind und es nicht wirklich verletzt ist, mache ich ein paar Fotos. Wenn das Kind wirklich sehr verärgert ist, mache ich ein superschnelles Foto und dann lege ich die Kamera weg. Kinder haben immer Vorrang, und wenn ein Kind das Gefühl hat, dass wir unsensibel sind, dann müssen wir (meiner Meinung nach) ohne zu zögern die Kamera weglegen.

Schlafen

Ich liebe es, schlafende Kinder zu fotografieren! Für mich ist es wie die Ruhe vor dem Sturm. Wenn es abends ist, pumpen wir den ISO-Wert auf, und wir nutzen das wenige verfügbare Licht, um ein schönes Spotlight-Foto zu machen.

Badezeit

So viel Spaß! Achten wir jedoch darauf, dass die Kamera nicht zu nass wird 😉 

Normalerweise fotografiere ich Kinder in der Badewanne mit Weitwinkelobjektiven. Wenn wir eine Aktion-Kamera oder eine Unterwasserkamera haben, können wir wirklich coole Bilder machen und müssen uns keine Sorgen machen, nass zu werden.  

Es ist lustig, spielende Kinder zu fotografieren, aber es ist auch wichtig, das Ende des Spiels zu fotografieren. Wenn die Kinder nicht bereit sind, aus der Badewanne raus zu gehen oder wenn sie sich in warme Handtücher kuscheln.

 

DAS Buch, das du deinem Kind schon zum 1000. Mal vorgelesen hast

In jeder Phase des Lebens der Kinder gibt es ein Lieblingsbuch, das wir Eltern eine Million Mal lesen müssen. Wir wollen uns auch an diese Momente erinnern! Wenn wir die Eltern sind und das Buch kennen, wissen wir auch, an welcher Stelle etwas passieren wird. Wenn es einen lustigen Satz im Text gibt, bei dem das Kind immer lacht, oder wenn es einen beängstigenden Moment gibt. Achten wir auch darauf, die Details zu fotografieren. Wenn Kinder konzentriert sind, verdrehen sie normalerweise die Finger oder hören mit offenem Mund zu  😅

Das liebste Spielzeug

Jedes Kind hat sein Lieblingsspielzeug: Stellen wir uns die Fragen: Was spielen wir die ganze Zeit? Welches Spielzeug wird jetzt wirklich geliebt, aber vielleicht ist es in 1-2 Jahren vorbei?

Hier wollen wir den Spaß, die Bewegung oder vielleicht die Konzentration einfangen, die die Kinder in das Spiel einbringen. Ich probiere gerne verschiedene Blickwinkel aus und schaue, ob etwas noch Lustigeres dabei herauskommt.

 

Die Großeltern

Vielleicht, weil meine Großeltern ein aktiver Teil meines Lebens waren, finde ich es großartig, Fotos mit ihnen zu haben. Als ich ein Kind war, war der Sonntag der Tag, an dem meine Oma backte und wir ihr helfen konnten. Es wäre wunderbar und so emotional, Fotos von diesen Momenten zu haben.

Ich habe einen ganzen Beitrag darüber geschrieben, warum es so wichtig ist, Großeltern auf den Fotos zu haben, und du kannst ihn hier lesen. 

Um die Großeltern zu überzeugen, auf den Fotos zu sein, funktioniert es oft, sie daran zu erinnern, dass diese Fotos für die Kinder sind. Ihre Enkelkinder, wenn sie einmal älter sind, werden diese Fotos lieben und sie werden so dankbar sein, diese Bilder zu haben.

Sagen wir also den Großeltern, es ist nicht für sie, es ist für die Kinder! Und wir wissen, dass sie alles tun werden, was nötig ist, um die Kinder glücklich zu machen… 😉

Dies ist die Antwort auf die große Frage, warum ich Familien fotografiere.

Ich liebe es, die Familienrituale einzufangen und die Unterschiede zu sehen, die jeder Haushalt hat.

Fragen wir uns auch hier, was unsere Rituale sind. Und denken wir nicht einfach im Groben, wie “Wir gehen jeden 1. Mai in den Zoo”, sondern denken wir an die kleinen Dinge, die wir jeden Tag tun. Kuscheln wir jeden Morgen mit den Kindern im Bett? Backen wir jedes Wochenende Pfannkuchen (tun wir!)? Lesen wir vor dem Schlafengehen unsere Lieblingsgeschichte? 

Wenn wir ein Elternteil sind, kennen wir unsere Rituale ziemlich gut. Wir müssen den Moment vorhersehen und mit der Kamera bereit sein. Und da es sich um ein Ritual handelt, können wir es jedes Mal neu versuchen (jeden Tag oder wenn es wieder passieren wird) und jedes Mal etwas Anderes ausprobieren, z.B. eine neue oder eine andere Linse.

Als Familienfotografinnen sprechen wir über die Rituale vor dem Familienshooting, beispielsweise am Telefon, wenn wir uns über Termine und Details abstimmen. Wir wollen diese Momente nicht forcieren oder dass die Familie sie nur für uns inszeniert. Aber wir könnten fragen: „Was ist euch wichtig? Was soll auf den Bildern sein? Was möchtet ihr in 20 Jahren gedruckt sehen?“ Wenn sie „Schlafenszeit“ sagen, bedeutet das, dass wir abends dorthin gehen um zu fotografieren: Wenn sie „Frühstück“ sagen, gehen wir Samstag morgens dorthin, und so weiter. 

 

Das war’s! Ich hoffe, es hat dir gefallen! Was sind deine liebsten Alltagsmomente? Was würdest du unbedingt fotografiert lassen?

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